Feministische (Kanon)Arbeit im literarischen Feld der Gegenwart

Gespräch & Lesung

Von der literarischen Sozialisation in der Schule, im Studium, in Schreibstudiengängen bis hin zum literaturbetrieblichen Alltag: An welchen Stellschrauben kann gedreht werden, welche Sensibilisierungen müssen stattfinden, um das literarische Feld gleichberechtigter zu gestalten.

Die Verlegerin Christiane Frohmann (Frohmann Verlag/Präraffaelitische Girls) und die Autorin Shida Bazyar (Nachts ist es leise in Teheran, 2016), die am Hildesheimer Literaturinstitut studierte, sprechen mit Moderatorin Sonja Lewandowski über ganz konkrete Aktionen der feministischen Arbeit im gegenwärtigen literarischen Feld. Was muss sich in Schreibstudiengängen ändern, damit dort Texte von Autorinnen präsenter werden und der Kanon auch über den häufig betriebenen Tokenism, über Ingeborg Bachmann und Virginia Woolf hinauskommt. Und wie intersektional muss strukturelle, symbolische und subjektive Diskriminierung gedacht werden? Was muss in Verlagen geschehen, damit beispielsweise in Verlagsvorschauen keine stereotypen Beschreibungen von Debüts mehr stehen? Und wie kann jede einzelne Buchhandlung auf eine diverse und gleichberechtigte Präsenz von Autor*innen achten? Kurz: Wie könnte eine ganzheitliche feministische Kanonarbeit aussehen?

Gerahmt wird das Gespräch durch eine Lesung Shida Bazyars.

 


27. September 2019 • 16:00 Uhr • Alte Feuerwache, Kino
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